Bilderreise durch Myanmar

Bilderreise durch Myanmar

Auf und neben den Strassen herrscht ein unüberschaubares Gewusel und wir sind mittendrin. In all dem Trubel höre ich, wie sich schon wieder ein Gefährt nähert. Jetzt muss es schnell gehen. Von wo kommt es diesmal? Bevor ich die Gefahr sehen kann, werde ich zur Seite gezogen und schon saust ein Mann auf einem Roller an mir vorbei.

Buntes Treiben in den Gassen von Yangon – und wir mittendrin. – Bild: Fiona Schenk

Yangon

Dort, wo Hühner neben frischen Lebensmitteln geschlachtet und ein paar Stände weiter neue Zähne eingesetzt werden, da findet das vorhin beschriebene Gewusel eines Lebensmittelmarktes statt.
Vor einem Tag bin ich in Myanmar eingereist und nun unterwegs mit meiner Reiseleiterin namens Nyein Nyein. Sie zeigt mir ihr Heimatland, eines der ärmsten dieser Welt, in all seinen Facetten.

Inle-See

Von Anfang an fühle ich mich in Myanmar sehr willkommen. Ich trage deshalb fast immer ein Lächeln auf den Lippen und Nyein Nyein ist für mich schon nach kurzer Zeit wie eine Mutter geworden.
Momentan erkunden wir den Inle-See, der zu einem meiner Lieblingsorte in Myanmar werden wird. Die Häuser sind auf Stelzen gebaut und zu vielen kleinen Dörfern zusammengewürfelt. Als Fortbewegungsmittel dient vor allem das Boot, die Handarbeitsstätten bieten einen spannenden Einblick in das Leben der Menschen und es gibt hier sogar schwimmende Gärten:

Auch bei schlechtem Wetter sind wir auf dem Wasser unterwegs: Also heisst es Regenponcho hervorkramen, Regenschirm aufspannen, sich daran festkrallen und hoffen, dass dieser nicht im Wind davonfliegt oder zerfleddert. – Bild: Fiona Schenk
Leben auf dem Inle-See: Wir fahren an vielen kleinen Dörfern vorbei,
in jedem befindet sich ein Kloster.
– Bild: Fiona Schenk
Traditionelles Pagodenfest: Die Einbeinruderer ziehen mit ihren Booten ein grosses, mit Blattgold veredeltes Schiff. – Video: Fiona Schenk

Bagan

Die Tage verstreichen, schon sind wir an der nächsten Station angekommen: Bagan, mit seinen unzähligen Pagodenfeldern.

Über 1000 Ruinen von Pagoden stehen hier und ich habe das Gefühl, dass es zu jeder eine eigene Geschichte gibt. Mit Spenden werden die Renovationen finanziert, wobei die meisten Pagoden mit Blattgold überzogen werden. Die wohl teuerste und prächtigste von ihnen steht in Yangon, die Shwedagon-Pagode. Sie besteht aus 60 Tonnen Gold
und zuoberst auf der Spitze thront ein 76-karätiger Diamant.
Doch auch hier gibt es wunderschöne Tempel und Pagoden:

Mandalay

Bereits am letzten Ort angekommen, werde ich etwas wehmütig. Viel zu schnell ist die Zeit verflogen. Kein Wunder, denn es gibt so vieles zu entdecken.
Mandalay ist zwar die zweitgrösste Stadt in Myanmar, aber trotzdem keineswegs eine urbane Metropole. Es gibt kein wirkliches Zentrum, die wenigsten Strassen sind asphaltiert. Aber gerade das verleiht der Stadt ihren Charme.
Auch etwas ausserhalb von Mandalay gibt es viel zu sehen:

Einen grossen Teil ihres Geldes spenden die Menschen für ihre Religion, obwohl viele unter schwierigen Umständen leben. – Bild: Fiona Schenk

Nachdem auch der letzte Tag im Nu verflogen ist, steht meine Weiterreise vor der Tür. Dankbar nehme ich das, was ich erleben, lernen und sehen durfte mit und bewahre es für immer auf. Es heisst Abschied nehmen von Nyein Nyein und einem Land, dessen Menschen ich in mein Herz geschlossen habe. Alle sind mir mit grosser Herzlichkeit, Freude und Offenheit begegnet. Vorbilder für uns Schweizer vielleicht?

Liebenswerte Menschen: Trotz der Sprachbarriere verstehen wir uns,
die «Langhalsfrau» und ich. – Bild: Fiona Schenk

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