An einem sonnigen Wintertag treffen sich am Eingang A der Stockhorn Arena Gabi Stähli, Jonas Baumann, Marianne Bürki, Erika Lehmann sowie Hans-Peter Rub und Heiner Bregulla vom Verein UND Generationentandem. Sie besuchen die Arena des FC Thun, um über Barrierefreiheit und Inklusion zu sprechen und über die entsprechenden Bemühungen des Fussballvereins informiert zu werden ...

Die Gruppe «Inklusion T(h)un», bestehend aus VertreterInnen der Stiftung SILEA, Stadtrat Jonas Baumann und zwei Mitgliedern des Vereins UND Generationentandem, wird von einem sympathischen jungen Mann empfangen, der sich als Mathias Bieri, Ressort Engagement beim FC Thun, vorstellt und uns in ein Sitzungszimmer führt, das wir über einen sprechenden Aufzug und ein paar Stufen erreichen. Für die Personen mit Sehbehinderungen unter uns war das bereits eine erste, etwas entmutigende Herausforderung.

Mathias Bier stellt uns nun vor, was der FC Thun schon alles tut unter dem Stichwort «Inklusion»:
Hier ist der FC Thun gut unterwegs, es gibt aber noch Luft nach oben. Angemeldete Gruppen werden in Empfang genommen und begleitet. Jonas Baumann regt in diesem Zusammenhang an: «Es wäre hilfreich, wenn ein Help Desk eingerichtet werden würde, bei dem auch unangemeldete Personen Unterstützung finden könnten.» Eine Anmeldung an sich ist ja bereits eine Barriere, die es für andere BesucherInnen nicht gibt. Marianne Bürki und die Silea wären gerne bereit, teilen sie Mathias Bieri mit, hier mitzuarbeiten, um die Mitarbeitenden des FC Thun zu entlasten.

Jonas Baumann ergänzt noch: «Konzeptarbeit ist schön und gut, aber es ist vor allem wichtig, dass pragmatische Lösungen bei Problemen gefunden werden.» Auch hier bieten Marianna Bürki, als sehbehinderte Person, und die Stiftung Silea ihr Fachwissen – z.B. bei einem Gang durch das gesamte Gebäude – an.

Dazu gibt es das Klassenzimmer, ein freiwilliges Angebot, das sich an Mitarbeitende aller Ebenen richtet. Es wird angestrebt, dass die Werte des Vereins, und dazu gehört auch möglichst inklusiv und barrierefrei zu sein, auf allen Ebenen vermittelt werden. Das Motto heisst: beraten, betreuen, begleiten.
Wie werden die Trainer sensibilisiert?
Die Trainer werden entsprechend geschult. Man setzt auch auf die Vorbildfunktion und einige Selbstverständlichkeiten im Verein: grüssen, die Hand geben, merci sagen. Natürlich kann nicht jeder Trainer alle Erwartungen erfüllen.
Mit grosser Offenheit antwortet Mathias Bieri, dass es im Bereich der Barrierefreiheit und in der Erweiterung der Zielgruppen noch einiges zu tun gibt.

Zum Schluss gibt Jonas Baumann noch ein paar Anregungen:
Nach einer ausgefüllten und interessanten Stunde im Stadion verabschieden wir uns, machen uns auf den Heimweg zu unserem individuellen Wochenendprogramm.
